
Als Tränensack bezeichnet man umgangssprachlich
die erschlaffte, herabhängende Haut der Unterlider.
Die Augen erhalten einen Ausdruck, als wären viele Tränen geflossen
- der Mensch wirkt traurig. Auch wenn er eigentlich fröhlich und
heiter ist. Betroffene Menschen wirken älter und verbrauchter.
Das Augenlid bzw. das Lid besteht aus Muskeln und Haut. Es verteilt
während eines Lidschlages die Tränenflüssigkeit und sorgt
somit für die Reinigung der Hornhaut. Zugleich schützt das
geschlossene Lid das Auge vor äußeren Einflüssen (siehe
Grundaufbau Augenlid).
Die vielfältigen Bewegungen (z. B. Öffnen,
Schließen, etc.) werden durch die unterschiedlichen Muskeln im
Lid durchgeführt.
Durch eine Erschlaffung der Lidmuskeln, einen Hautüberschuss
oder einer Vermehrten Einlagerung in den Fettzellen kann eine Unförmigkeit
bzw. Unsymmetrie der Lider entstehen. Ebenso kann ein Abriss eines Lidmuskels
die Ursache für das Absinken des Unterlides sein.
Anatomisch gesehen ist der Tränensack eine Struktur
zur Ableitung bzw. Zwischenspreicherung der Tränenflüssigkeit
und von außen nicht sichtbar. Das, was in der Umgangssprache als "Tränensack"
bezeichnet wird, ist meist erschlaffte, herunterhängende Haut am
Unterlid bzw. Schwellungen im Unterlid.
Dies kann durch eine Tränensackentfernung korrigiert
werden.
Bevor die genaue OP-Methode für die Korrektur hängender
Tränensäcke festgestellt werden kann, müssen die unterschiedlichen
persönlichen Voraussetzungen festgestellt werden.
Hierzu zählen:
1.) Form Ihres Augenlidrahmens
2.) Ausprägung Ihrer oberen Augenlidfalte
3.) Neigung der Transversalachse der Augenlider
4.) Intraseptales Fettgewebe
5.) Spannungsverhältnis im Oberlid und Unterlid
6.) Hautüberschuß am Oberlid oder Unterlid
Je nach Ihren persönlichen Voraussetzungen werden
geschwollene Tränensäcke mit Hilfe einer Unterlidplastik korrigiert.
Je nach Ausgangsbefund wird zugleich eine Oberlidplastik oder
eine Faltenbehandlung durchgeführt. |